Genisaforschung

Genisa-Workshops verschiedener Formate

Interdisziplinärer Workshop. Vom mittelalterlichen Kairo bis ins neuzeitliche Veitshöchheim. Jüdisch-religiöse Praktiken im Spiegel von Genisaquellen, 25. bis 27. März 2019 in Bamberg, Veitshöchheim und Erfurt

Der Workshop wurde veranstaltet in Kooperation der Professur für Judaistik, des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik mit dem Research Center „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und der Vereinigung für Jüdische Studien e. V. Er wurde gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung.

Genisot (hebr. Ablageorte für nicht mehr nutzbare jüdisch-religiöse Literatur und Kultgegenstände) sind teils die einzigen textlichen, materiellen Hinterlassenschaften einer jüdischen Gemeinde, die einen Zugang zu den Menschen ermöglichen. Dieser Workshop widmete sich den Schriften aus der Kairoer Genisa (v. a. aus dem 10. bis 13. Jh.) und den europäischen Genisot (meist 17. bis in das 19. Jh.). Diese Genisot und die Techniken ihrer Erschließung wurden erstmals nebeneinandergestellt. Im Fokus der Analyse der erhaltenen Texte und Gegenstände standen dabei die rituellen Abläufe einer Gemeinde. Eine Veröffentlichung der Vorträge und Arbeitsergebnisse ist geplant. Das Programm des Workshops finden Sie hier.

Ansprechpartnerinnen für den abgehaltenen Workshop und die Publikation sind:
Rebekka Denz [rebekka.denz(at)uni-bamberg.de], Rebecca Ullrich, ehem. Sebbagh [rebecca.sebbagh(at)uni-erfurt] und Martha Stellmacher [martha.stellmacher(at)hmtm-hannover.de]

Nachwuchsworkshops im Genisaprojekt Veitshöchheim (2012-2017)

Die Vereinigung für Jüdische Studien hat von 2012 bis 2017 in unregelmäßigen Abständen vier Workshops für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Genisaprojekt Veitshöchheim veröffentlicht. Im Rahmen der zweitägigen Treffen bearbeiteten Nachwuchswissenschaftler/innen  gemäß ihrer individuellen Sprach- und Fachkenntnis in Veitshöchheim verfügbare Genisafunde. Die dort lagernden Texte umfassen alle Bereiche jüdischen Lebens und sind in vielen Sprachen verfasst – in Hebräisch, Jiddisch, Deutsch oder auch in Französisch und Latein. Im Genisaprojekt Veitshöchheim werden auch materielle Funde aus Genisot gesichert, die während der Workshops bearbeitet wurden. Ein wissenschaftlicher Impulsvortrag und eine Exkursion auf den Spuren einer jüdischen Gemeinde in der Umgebung rundeten das Wochenende ab.

Publikation der Arbeitsergebnisse: Genisa-Blätter
Die Arbeitsergebnisse der Workshops wurden in den Genisa-Blättern (2015), den Genisa-Blättern II (2017) und den Genisa-Blättern III (2020) von Rebekka Denz und Gabi Rudolf herausgegeben. Damit stehen der Öffentlichkeit die Quellenabschrift und eine Quelleninterpretation von mehreren deutschen, hebräischen, jiddischen, lateinischen und französischen Texten zur Verfügung. Die Publikationen sind jeweils als Printversion und als kostenfreies E-Book beim Universitätsverlag Potsdam erhältlich.
Genisa-Blätter III (2020)
Printversion für 9,50 Euro
Kostenloses E-Book auf dem Publikationsserver des Universitätsverlags Potsdam
Finanziell gefördert durch: Maximiliana Kocher Stiftung und die Professur für Judaistik an der Universität Bamberg.
Genisa-Blätter II (2017)
Printversion für 11,50 Euro
Kostenloses E-Book auf dem Publikationsserver des Universitätsverlags Potsdam
Finanziell gefördert durch: Verein für Begegnung von Christen und Juden, Bayern; Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau; Josef-Buchmann-Stiftung.
Genisa-Blätter (2015)
Printversion für 10,50 Euro
Kostenloses E-Book auf dem Publikationsserver des Universitätsverlags Potsdam
Finanziell gefördert durch: Simon-Höchheimer-Gesellschaft, Freunde mainfränkischer Kunst und Geschichte e. V. sowie Ursula und Hermann Heineken, Würzburg.

Ansprechpartnerinnen für das Projekt und die Publikationen sind:
Rebekka Denz [rebekka.denz(at)uni-bamberg.de] und Gabi Rudolf [gabi.rudolf(at)uni-wuerzburg.de]

Übersicht über die durchgeführten Nachwuchsworkshops (2012 bis 2017)
Vierter Nachwuchsworkshop (24.-26. März 2017)
Die Vereinigung für Jüdische Studien veranstaltete vom 24.-26.3.2017 einen weiteren Workshop für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Genisaprojekt Veitshöchheim. 12 Doktorandinnen, Doktoranden und Post-Docs. aus dem gesamten Bundesgebiet kamen nach Unterfranken, um gemeinsam Genisaquellen zu bearbeiten. Eine Führung durch das Museum Shalom Europa im benachbarten Würzburg vervollständigte das Arbeitswochenende. Die Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse ist geplant.
Der Workshop wurde finanziell gefördert durch: Sparkassenstiftung für den Landkreis Würzburg und Gemeinde Veitshöchheim.

Dritter Nachwuchsworkshop (9.-11. Oktober 2015)
Finanziell gefördert durch: Josef-Buchmann-Stiftung; Verein für Begegnung von Christen und Juden, Bayern; Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau sowie Gemeinde Veitshöchheim.
Es ist ein Bericht über den Workshop erschienen:

In: Newsletter des Vereins zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern e. V. (Sommer 2016, S. 15-16, BCJ. Bayern fördert landesgeschichtliche Forschung. Dritter Genisa-Workshop in Veitshöchheim von Dr. Lilian Türk.

Zweiter Nachwuchsworkshop (25.-27. Oktober 2013)
Finanziell gefördert durch: Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden
e. V.,  Gemeinde Veitshöchheim sowie Freunde mainfränkischer Kunst und Geschichte e. V.
Es ist ein Bericht über den Workshop erschienen:

In: Jüdisches Leben in Bayern. Mitteilungsblatt des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Nr. 124 (2014), S. 15. Schätze auf dem Dachboden. Zweiter Genisa-Workshop in Veitshöchheim von Grażyna Jurewicz.

Erster Nachwuchsworkshop (23.-25. November 2012)
Finanziell gefördert durch: Gemeinde Veitshöchheim, Freunde mainfränkischer Kunst und Geschichte e. V. sowie Simon-Höchheimer-Gesellschaft.
Es sind mehrere Berichte über den Workshop erschienen:

  • In: Frankenland. Zeitschrift für fränkische Geschichte, Kunst und Kultur. Heft 1 (2013), S. 67-69. Eine "Schatzkammer" voller Antworten: Genisot gewähren Einblicke in die historische Lebenswelt der Juden in Franken von Gabi Rudolf.
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