25 Jahre Vereinigung für Jüdische Studien (1996–2021)

Ein Jubiläumsprogramm

Die Vereinigung für Jüdische Studien e.V. (VJS) wird 25 und begeht das Jubiläum mit einem Onlineprogramm. Von Oktober bis Dezember 2021 wird jeweils montags um 18 Uhr zu mehreren Veranstaltungen eingeladen. Drei Termine sind öffentlich, ein vierter Termin wird exklusiv für Vereinsmitglieder angeboten.

Die Zugangsdaten werden nach erfolgter Anmeldung übermittelt.

Anmeldung zu allen Veranstaltungen unter: vorstand-vjs[at]hotmail.de

Nachwuchstagung_3, Copyright: Martin-Buber-Professur, Frankfurt/M., Fotograf: Benjamin Busshoff
  • 1.11.2021, 18 Uhr: Podiumsdiskussion „Jüdische Studien in Deutschland – gesellschaftliche Relevanz oder Elfenbeinturm?“

Die (Online-)Podiumsdiskussion zum Thema „Jüdische Studien in Deutschland – gesellschaftliche Relevanz oder Elfenbeinturm? wird mit Karen Körber (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg), Yael Attia (Universität Potsdam), Steffen Klävers (Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus, Berlin) und Dekel Peretz (Max Weber Institut für Soziologie, Heidelberg) aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten nachgehen, die auch auf die Jüdischen Studien bezogen eine große Brisanz entfalten. Diskutiert wird das Verhältnis von Post-Colonial Studies und Jewish Studies und in welchem Maße die Identitätspolitik auf die Wissenschaft einwirkt und welche Allianzen erforderlich sind, um dagegen zu wirken. Das Moderatorenteam mit Jonathan Hirsch (Universität Potsdam) und Carsten Schapkow (Universität Potsdam/University of Oklahoma) begleitet durch den Abend.

  • 15.11.2021, 18 Uhr: “Vereinigung für Jüdische Studien e.V.: Aus unserer Arbeit”

Die VJS ist in verschiedenen Bereichen des Wissenschaftsbetriebs aktiv. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Nachwuchsförderung, der regelmäßig durch die Organisation von Veranstaltungen für und von Nachwuchswissenschaftler/innen umgesetzt wird. Darüber hinaus werden im Auftrag der VJS mehrere Periodika publiziert. Bei der Online-Veranstaltung kommen mit Rebekka Denz, Markus Krah und Rebecca Ullrich einige Protagonist/innen der VJS-Projekte zu Wort und geben praktische Einblicke in den Alltag wissenschaftlicher Projekte. Moderiert wird der Abend von Jan Wilkens. Fragen sind herzlich willkommen und erwünscht!

  • 13.12.2021, 18 Uhr: Der Fachinformationsdienst Jüdische Studien stellt sich vor.

Eine Veranstaltung für alle Mitglieder der VJS

Der Fachinformationsdienst (FID) Jüdische Studien wird seit 2016 an der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main aufgebaut und richtet sich an Forschende der Judaistik, den Jüdischen Studien und Israel-Studien. Unterstützt von Informatiker/innen der Hochschule der Medien Stuttgart wurde das FID-Portal www.jewishstudies.de aufgebaut, das fachspezifische Informationen, Ressourcen und Dienstleistungen bereitstellt. Die Veranstaltung stellt den FID Jüdische Studien und seine Angebote vor, gibt Einblick in das DFG-Programm der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft und bietet einen Ausblick auf die geplante Weiterentwicklung des FID Jüdische Studien.

Anmeldung zu allen Veranstaltungen unter: vorstand-vjs[at]hotmail.de

BEREITS STATTGEFUNDEN HAT

  • 18.10.2021, 18 Uhr: Fachvortrag durch das Ehrenmitglied Prof. em. Dr. Karl E. Grözinger zum Thema „Die erste jüdische ‚Universität‘ in Berlin – 1856“

Die erste jüdische „Universität“ Berlins wurde 1856 von den Stiftungen der Hofjuweliersfamilie Ephraim gegründet, nachdem die Berliner Universität die Einrichtung eines Lehrstuhls oder von Dozenturen für jüdische Geschichte und Literatur ablehnte, trotz einer Finanzierungszusage der Ephraimschen Stiftungen. An der Veitel Heine Ephraimschen Lehranstalt unterrichteten und studierten berühmte Gelehrte der Wissenschaft des Judentums wie Leopold Zunz, Moritz Steinschneider, Theodor Haarbrücker, Abraham Geiger und Fürchtegott Lebrecht. Studenten der Lehranstalt, die aus ganz Europa und den USA kamen, wie Salomon Schechter, Claude Montefiori, Ignaz Goldziher oder Immanuel Loew wurden zu den führenden Köpfen des Judentums in unterschiedlichen Ländern. Ein berühmter christlicher Student war der spätere Professor Hermann Leberecht Strack, er war der Begründer des „Institutum Judaicum“ an der Berliner Universität.

Die Ephraimsche Hochschule vertrat gegenüber dem Breslauer Rabbinerseminar und der später gegründeten Hochschule für die Wissenschaft des Judentums die jüdischen Studien als konfessionsfreie Kulturwissenschaft im Sinne von Zunz und Steinschneider im Gegensatz zu Abraham Geigers theologischem Ansatz – er verblieb darum nur kurze Zeit an der Lehranstalt und wechselte an die „Hochschule“. Eine wissenschaftspolitische Debatte, die bis heute aktuell ist.

Scroll Up

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen